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Fußnoten / Erläuterungen zum Brief


[1] vgl. auch Brief Ecks vom 22.09.1516


[2] Viktor Gamp (gest. 1535), Jurist, erstmals im Sommersemester 1516 Rektor der Wiener Universität, gehörte der Sodalitas Collimitiana an.


[3] Georg Tannstetter, genannt „Collimitius“ (* Mitte April 1482 in Rain am Lech, † 26. März 1535 in Innsbruck) war ein deutscher Humanist, Astronom, Astrologe und Mediziner. Er war Leibarzt Kaiser Maximilian I. und anderer Adeliger.


[4] die Rede hielt Eck am 03.11.1509

[5] außerplanmäßig, weil die Rede weder einen Universitätsfeiertag oder die Verleihung eines akademischen Grades zum Anlaß hatte.


[6] Gemeint ist die erste der beiden Reden "Oratio amariuscula Ioannis Eckij in Philosophos Friburgi habita M.D.VIIII": ECK, Adversus Philosophiam fol a2r-c4v. Vgl. auch ECK, Physica fol 110r: "...varias fuisse philosophorum in tenebris caecae gentilitatis ambulantium super intelligentijs opiniones ut locuplete in prima parte orationis nostrae contra philosophos enarravimus."


[7] Lactantius Firmianus heidnischer Rhetor, galt nach seiner Konversion zum Christentum als "christlicher Cicero", er wird zu den lateinischen Kirchenvätern gezählt.

Lucius Caecilius Firmianus, genannt Lactantius (Firmianus, qui et Lactantius, so der Name bei Hieronymus, De viris illustribus 80; dt. Namensform meist Laktanz; * ca. 250; † um 325), kurz Lactantius, war ein aus der Provinz Africa stammender lateinischer Rhetoriklehrer und christlicher Apologet

[8] CLEMENS von Alexandrien, Titus Flavius, Leiter der alexandrinischen Katechetenschule, * um die Mitte des 2. Jahrhunderts vielleicht in Athen als Sohn heidnischer Eltern, † vor 215.


[9] IUSTINUS Junianus Justinus war ein römischer Geschichtsschreiber, der vermutlich in der Mitte des 2. Jahrhunderts lebte.

Von seiner Lebensgeschichte ist nichts bekannt. Er ist der Autor des Historiarum Philippicarum libri XLIV, einem Werk, das nach seiner Aussage im Vorwort eine Sammlung der wichtigsten Passagen der umfangreichen Historiae pillippicae et totius mundi origines et terrae situs des Pompeius Trogus aus der Zeit des Kaisers Augustus sein soll.

Das Werk des Trogus ist verloren, aber die prologi oder Zusammenfassungen des Textes durch Plinius der Ältere und andere sind erhalten geblieben.


[10] EUSEBIUS VON CAESAREA (gest. 339), Verfasser der "Historia ecclesiastica" u. "Chronica"

Eusebius von Caesarea (* 260–264 in Palästina; † 337–340) wird als der Vater der Kirchengeschichte bezeichnet. Er wird zu den Kirchenvätern gezählt.

Über seine Herkunft ist nichts bekannt, wahrscheinlich ist er aus Palästina gebürtig.

Er wurde Mitarbeiter des gelehrten Origenisten Pamphilos, eines Kirchenvorstehers in Caesarea in Palästina, weshalb er Eusebius Pamphili genannt wurde.

Eusebius machte intensiven Gebrauch von der umfangreichen Bibliothek des Pamphilos, besonders widmete er sich dem Studium der Bibel.

In der diokletianischen Verfolgung erlitten Pamphilos und andere Christen in Palästina, Tyros und Ägypten das Martyrium.

In seiner Schrift Über die palästinischen Märtyrer gibt Eusebius ein anschauliches Bild dieser Zeit. Nach Beendigung der Diokletianischen Verfolgung wurde er um 313 zum Bischof von Cäsarea gewählt


[11] Giovanni Pico (Conte) della Mirandola (* 24. Februar 1463 in Mirandola; † 17. November 1494 in Florenz) war ein italienischer Humanist und Philosoph der Renaissance. Pico della Mirandolas

philosophisch- theologisches Werk stellt eine einzigartige Synthese traditioneller scholastik- aristotelischer Tradition mit zentralen Anliegen des Humanismus dar.

Vom Humanismus übernimmt Pico besonders die Aufwertung sprachlicher und literarischer Quellenstudien, die ihn zur Rezeption einer bislang kaum je gesehenen Breite an Kulturen führte. Er glaubte an die tiefe Einheit aller Offenbarungen, an eine überzeitliche, den Weisen aller Zeiten und Kulturkreisen zugängliche "philosophia perennis", und an ihr baldiges Manifestwerden, das zu einem großen Umbruch der religiösen Landschaft nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt führen würde.


[12] Zweite Rede Ecks "Ioannis Eckij palinodia in laudem philosophiam": ECK, Adversus Philosophiam


[13] In Brief -09-1516 (Itinerar und Diarium der Wienreise) tritt Ecks für Besichtigungen an vielen Stellen zutage. Vgl. auch Brief 04-09-1515 (ITinerar und Diarium der Bolognareise): "Varijs enim ducuntur rationibus, qui multas adeunt regiones, ac multorum hominum mores vident, me vero et studiorum et studiosorum amor impulit."


[14] Über Personen, die Eck nach seiner Meinung mit übler Nachrede verfolgen.


[15] vgl. auch Brief Ecks vom 22.09.1516


[16] Dr. Johannes Cuspinian, geb. 1473 - † 1529, Humanist, Dichter und Kaiserlicher Diplomat (Bild von Lukas Cranach dem Älteren 1503 in Winterthur)

Eck hatte nach seiner Ankunft in Wien mit C. über seine Disputationsabsicht gesprochen (Brief 04-08-1516) und war von ihm sehr zuvorkommend aufgenommen worden. Ecks Brief an C. vom 13-10-1518 enthält positive Reaktionen Ecks auf Luthers Kritik an der damaligen Ablaßpraxis (s.u.); Ecks Brief vom 10-02-1520 berichtet von der Überreichung der nicht überlieferten handschriftlichen Fassung von ECK, De primatu Petri an Papst Leo X. (s.u.).


    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 05.01.2007
 
 
 
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